Qualifikation

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Qualifikation 2017-02-13T14:24:31+00:00

Meine Qualifikationen und Einsatzschwerpunkte

prof-stark-profilMichael Stark

Dr. med., Dr. h.c., Dipl.-Psychologe, Professor für klinische Sozialpsychiatrie.

Prof. Stark ist Facharzt für Psychiatrie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie, sowie Psychologischer Psychotherapeut.

Grundlegende Forschung und Berufspraxis

Michael Stark studierte Psychologie mit Abschluss Diplom (1977) in Bochum, sowie Medizin mit Abschluss Dissertation (1984) in Münster. Während seines Forschungsaufenthaltes am Clinical Research Center for the Study of Schizophrenia am Camarillo State Hospital/ University of California at Los Angeles (UCLA) Ende der 1970er Jahre lernte er die ersten verhaltenstherapeutisch basierten Psychotherapieansätze für schizophrene Patienten kennen, die er dann mit zurück nach Deutschland brachte und in der damals neu gegründeten psychiatrischen Fachabteilung am Krankenhaus Quakenbrück einführte, wo er erst als Psychologe, dann ab 1984, als Assistenzarzt arbeitete.

1985 wechselte er an die Psychiatrische und Nervenklinik des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE), Hamburg, wo er die Leitung der Tagesklinik und den Schwerpunkt Sozialpsychiatrie übernahm. Nach seiner Habilitation über „Krankheitserleben und Krankheitsbewältigung aus der Sicht schizophrener Patienten“, im Rahmen eines erfolgreichen Psychotherapieprogramm schizophrener Patienten im Langzeitverlauf in der Neurologischen Abteilung des Christl. Krankenhauses Quakenbrück wurde er 1995 auf die Professur für Sozialpsychiatrie am UKE berufen. Schon damals vertrat er das UKE in den Arbeitsgruppen der Behörde für die Psychiatrie-Entwicklungsplanung für Hamburg.

Gründung der psychiatrischen Fachabteilung am Asklepios Westklinikum Hamburg in Rissen

1999 verließ Prof. Stark das Universitätskrankenhauses Eppendorf, um als Chefarzt eine neue psychiatrische Fachabteilung am Asklepios Westklinikum Hamburg zu gründen und aufzubauen. Diese war die erste in Norddeutschland, die nach baubiologischen Kriterien mit einem Mindestmaß an umwelttoxischer Belastung ausgestattet war. Nach anfangs 56 Betten und drei Stationen wurde die Abteilung um eine Tagesklinik in Hamburg-Rissen erweitert und erhielt dann auch die Zuständigkeit für den gesamten Bezirk Altona, mit einer weiteren Tagesklinik in Altona und so insgesamt 120 Betten. Dabei setzte Prof. Stark konsequent die sozialpsychiatrischen und psychotherapeutischen Ansätze um, die auf seinem ganzheitlichen und wertschätzenden Umgang mit Patienten in psychischen Krisen basieren.

Das Konzept der Psychoedukation

Therapeutischer Schwerpunkt war dabei die Aufklärung der Patienten über die möglichen Ursachen ihrer Erkrankung und die Zusammenhänge mit den beeinflussenden Faktoren aus dem direkten sozialen und familiären Umfeld. Diese Vorgehensweise wurde in Deutschland unter dem Stichwort Psychoedukation bekannt. Prof. Stark trieb diesen Ansatz intensiv voran und war 2006 Gründungsmitglied und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychoedukation, deren letzten Kongress er im März 2013 in Hamburg ausrichtete.

Aus- und Fortbildung in Verhaltenstherapie

Bereits 1999 war Prof. Stark an der Gründung des ersten Ausbildungsinstituts zur Verhaltenstherapie in Hamburg beteiligt und half, die Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT) ins Leben zu rufen, deren Vizepräsident er bis 2003 war. Innerhalb der Fachgesellschaft für Psychiatrie gründete er das Referat „Rehabilitation“, das er lange Jahre als Vorsitzender führte. 2007 begann Prof. Stark dann sein Wirken als Mitbegründer, Dozent und Supervisor für Verhaltenstherapie am Institut für Weiterbildung in Verhaltenstherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Verhaltenstherapie Falkenried in Hamburg.

Die Prof. Stark-Methode

Oft fordert uns der Alltag mehr als uns lieb ist: Unsere Arbeit, die Familie, Freunde, Sport – so wichtig und bereichernd das auch sein mag, Zeit und Ruhe für uns selbst tritt da häufig in den Hintergrund. Stress, Burn-out, Depression und sogar Panikattacken können die Folge sein.

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Verhaltenstherapie

Falls Sie Zeit und Interesse haben sich einen ausführlicheren Einblick in die Ursprünge und Ideen, die Methoden und den Verlauf der Behandlung im Rahmen der Verhaltenstherapie zu verschaffen, so wie sie auch im Prof. Stark Institut zum Einsatz kommt, dann können Sie sich hier einen aktualisierten Auszug aus einem meiner Selbsthilfebücher durchlesen und herunterladen.

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Internationale wissenschaftliche Kongresse zu Rehabilitation und Sozialpsychiatrie

Mitte der 80er Jahre organisierte er erste Tagungen zum Thema Psychotherapie für schizophrene Patienten am Krankenhaus Quakenbrück, in den 1990ern eine Tagung am Universitätskrankenhaus Eppendorf zum Thema ökologische und Umweltpsychiatrie, dann ab Mitte der 1990er Jahre erste Kongresse zur Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen, aus denen eine Kongressreihe über die nächsten 14 Jahre entstand: das „Forum Rehabilitation – Brennpunkte der Psychiatrie“. 1998 fand in dieser Reihe auch der Weltkongress der Weltgesellschaft für Psychosoziale Rehabilitation (World Association for Psychosocial Rehabilitation) statt, in deren Vorstand Prof. Stark dann für die nächsten Jahre gewählt wurde. In den Folgejahren wurde er auch in die wissenschaftlichen Kongresskommittees der Weltgesellschaft für Sozialpsychiatrie (World Association of Social Psychiatry) berufen, so 2004 in deren Sektion Conflict Management und Conflict Resolution, wo er auch 2009 zum Chairman gewählt wurde und jetzt noch als Co-Chairmen Symposien der Sektion auf internationalen Kongressen, zuletzt auf dem Weltkongress Psychiatrie WPA 2014 in Madrid, zusammenstellt. 2016 auf dem ersten afrikanischen Psychiatriekongress in Kapstadt stellte er die ersten Daten der körpertherapeutischen Stressmessung vor.

Zusammenarbeit mit Osteuropa

Prof. Starks internationale Kontakte schlossen auch unsere Nachbarn im Osten, Polen und die Ukraine mit ein. Er war Mitbegründer der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, an die Verbrechen der Nazizeit an den psychisch Kranken zu erinnern, die aus deutschen Krankenhäusern in polnische verlegt und dort vernichtet wurden. Aus dieser Initiative entstanden viele lebendige Partnerschaften zwischen deutschen und polnischen Kliniken. Auf den Kongressen des „Forum Rehabilitation“ waren immer Gruppen polnischer und ukrainischer Kollegen zu Gast, für diese ein damals seltenes Tor zum Westen. Für sein Engagement wurde Prof. Stark zum Ehrenmitglied der polnischen Psychiatrischen Fachgesellschaft ernannt und erhielt 1999 die Ehrendoktorwürde (Dr. h. c.) der Medizinischen Fakultät der Universität Lemberg in der Ukraine.

Aktuelle und künftige Projekte

2012 wurde Prof. Stark erneut in den Vorstand der Weltgesellschaft für psychosoziale Rehabilitation berufen, um dort die Leitung eines internationalen Projekts zum Thema „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz – Wege der Prävention und Rehabilitation“ zu übernehmen. Hier bringt er insbesondere seine langjährigen Erfahrungen zum Thema Belastungen ein, die auf dem „Vulnerabilitäts-Belastungs-Krankheitskonzept“ beruhen, auf dessen Basis die psychotherapeutischen Ansätze für psychiatrische Patienten entwickelt wurden. Erste Selbsthilfebücher für Patienten veröffentlichte Prof. Stark bereits 1999 („Wenn die Seele SOS funkt“).

Das Prof. Stark Institut

Im Juni 2013 übergab Prof. Stark die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Asklepios Westklinikum an den neuen Chefarzt Dr. Künstler, um sich im Rahmen seines neugegründeten Prof. Stark Instituts der Diagnostik und Therapie von psychischen und körperlichen Belastungssymptomen zu widmen. Neben der langjährig bewährten Einzel- und Gruppentherapie sollen auch neue Interaktionsformen wie Internet-basierte Programme zur Prävention, Diagnostik und Therapie entwickelt werden.

PräventionsCenter

Um neben der klassischen psychotherapeutischen Arbeit dem gesellschaftlich relevanten Thema Prävention von Burn-out einen breiteren Wirkungsgrad in der Gesellschaft zu ermöglichen, hat Prof. Stark darüber hinaus das Angebot des PräventionsCenters entwickelt, das spezielle Seminare und Programme für Einzelne und Firmen umfasst, sowie ein innovatives Angebot zur Optimierung des Erholungsgrads Ihres Urlaubs.

Forschung

In Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg ist geplant, Forschungsstudien zur Effektivität der online anti-burnout-Angebote durchzuführen. Auch in Kooperation mit der privaten Medizinischen Hochschule Asklepios Medical School können Doktorarbeiten zu diesen Themen betreut werden.

„Seelenstärke Nord“

Darüber hinaus engagiert sich Prof. Stark in dem von ihm initiierten Verein „Seelenstärke Nord“, der sich die Aufgabe gestellt hat, unkonventionell Patienten in der psychiatrischen Versorgung – stationär oder ambulant -, deren Angehörige, sowie Mitarbeiter in den psychiatrischen Versorgungseinrichtungen zu unterstützen. Die Gründung einer entsprechenden Stiftung ist in Planung.