Forschung

Die Forschung des Prof. Stark Instituts entsteht aus Fragestellungen der klinischen Versorgung von Menschen mit ME/CFS. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die charakteristische Belastungsintoleranz und die Störung körperlicher Regulationsprozesse besser verstehen und objektivieren lassen.

Unsere Projekte untersuchen ME/CFS aus unterschiedlichen Perspektiven. Ziel ist es, diese Befunde nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre möglichen Zusammenhänge zu erforschen.

Unsere Forschung wurde von Anfang an auch durch die Unterstützung von Betroffenen, Angehörigen und privaten Förderern ermöglicht. Erfahren Sie, was aus den ersten crowdfunding-finanzierten Forschungsprojekten hervorgegangen ist.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Autonome Regulation und HRV

Untersuchung der Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems und der Anpassungsfähigkeit von Sympathikus und Parasympathikus an unterschiedliche Anforderungen und Belastungen.

Neuromuskuläre Belastungsreaktion

Untersuchung der ungewöhnlich schnellen muskulären Ermüdung mittels wiederholter Belastungen und elektromyographischer Messungen (EMG).

Belastung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechsel

Untersuchung funktioneller Veränderungen unter Belastung, unter anderem anhand der Sauerstoffaufnahme, der Leistungsparameter und des Laktatverhaltens.

Neuroendokrine Belastungsantwort

Untersuchung von Veränderungen ausgewählter Neurotransmitter und hormoneller Stressparameter vor und nach der Belastung, insbesondere von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Cortisol.

Genetische Regulationsprofile

Untersuchung genetischer Varianten in Enzymsystemen, die unter anderem die Stressregulation, den oxidativen Stress, die Immunregulation, den Neurotransmitterstoffwechsel und die Gefäßfunktion beeinflussen können.

Funktionelle Bildgebung

Weiterentwicklung der Untersuchungen funktioneller Veränderungen des Gehirns bei ME/CFS und ihrer möglichen Zusammenhänge mit der autonomen Regulation, der Kognition und der Belastungsintoleranz.

ASNR – therapeutische Regulationsforschung

Wissenschaftliche Untersuchung eines strukturierten Selbsthilfeansatzes zur Unterstützung autonomer Selbstregulation und der Frage, ob Veränderungen im Krankheitsverlauf systematisch erfasst werden können.

CARN – die Forschungsbereiche zusammenführen

Mit dem Central Autonomic Regulatory Node (CARN) entwickeln wir ein übergeordnetes Forschungsmodell, das autonome, zentralnervöse, immunologische, neuroendokrine, neuromuskuläre und metabolische Befunde nicht isoliert betrachtet.

CARN ist eine wissenschaftliche Arbeitshypothese. Ziel ist es, aus dem Modell überprüfbare Forschungsfragen abzuleiten und die Wechselwirkungen verschiedener Regulationssysteme bei ME/CFS systematisch zu untersuchen.

Wissenschaftliche Profile und Publikationen

Weitere Publikationen, Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Aktivitäten von Prof. Dr. Michael Sadre Chirazi-Stark finden Sie auf den folgenden wissenschaftlichen Plattformen:

Wie sich unser Forschungsprogramm entwickelt hat

Unsere heutige Forschung baut auf einem Forschungsprogramm auf, das gemeinsam mit Betroffenen begann und zunächst die autonome Regulationsfähigkeit und funktionelle MRT-Untersuchungen in den Mittelpunkt stellte.

Forschung ermöglichen

Ein erheblicher Teil unserer Forschungsarbeit entsteht unabhängig von etablierten universitären Förderstrukturen. Untersuchungen, wissenschaftliche Auswertungen und die Weiterentwicklung neuer Forschungsansätze sind deshalb auch auf private Förderung und Spenden angewiesen.

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie uns, diese Forschung fortzuführen.